Die Jugend wählt pro-europäisch!

Hohe Wahlbeteiligung bei der Europawahl in Deutschland

Bei der Europawahl in Deutschland am 26. Mai stieg die Wahlbeteiligung auf 61,4%. Bei der letzten Europawahl im Jahr 2014 waren es nur knapp 48%. Hoffnungsvoll stimmt auch, dass junge Menschen in Deutschland vorwiegend pro-europäisch gewählt haben. Doch diese Entwicklung ist nicht überall in der EU zu beobachten.


Zweigeteilt haben wir die Ergebnisse der gestrigen Europawahl aufgenommen. Der erwartete immense Rechtsruck in Europa ist zwar ein Stück weit ausgeblieben, ein Wahlsieg für den Rassemblement National in Frankreich, über 30% für die Lega Nord in Italien und jeweils über 50% für die Rechtspopulisten in Polen und Ungarn zeugen jedoch von tiefer Verunsicherung und Europaskeptizis in der europäischen Bevölkerung. Auch die 10,9% für die AfD sind ein Indiz für eine gefestigte Kernwählerschaft der Populisten in Deutschland. Besonders besorgniserregend sind dabei die hohen Wahlergebnisse in Ostdeutschland. Auch in Hinblick auf die Landtagswahlen in einigen Bundesländern im Herbst werden wir dort unsere Aktivitäten für ein offenes und geeintes Europa vorantreiben.

Positiv stimmt uns dabei das Wahlergebnis unter den jungen Wählerinnen und Wählern. Mit 6% erreichte die AfD in der Wählergruppe der 18-30 das schlechteste Ergebnis unter den großen Parteien. Die große Mehrheit unserer Altersgruppe stimmte für eine progressive Europapolitik, die die Probleme der Zeit insbesondere den Klimawandel beherzt anpackt.

Die deutlich gestiegene Wahlbeteiligung insbesondere in Osteuropa aber auch sonst in allen weiteren EU-Ländern nehmen wir als Zeichen für ein breiteres Interesse für die Themen der EU und die Bedeutung des Parlaments. Das wird ebenfalls durch Wahlbefragungen untermauert, die zeigen, dass die Wahlentscheidung zunehmend von europapolitischen Positionen der Parteien abhängig gemacht wird und weniger von der Bundespolitik. Dies sehen wir als positives Zeichen auf dem Weg hin zu einer breiteren europapolitischen Aufmerksamkeit.

Mit dem gestrigen Wahltag werden unsere Anstrengungen nicht enden, im Gegenteil! Wir werden die mit unserer Kampagne Europa machen verbundenen Forderungen an das kommende Europaparlament herantragen und an der Umsetzung weiter arbeiten. Eine erste Gelegenheit dafür bietet die Europawerkstatt vom 05. bis 07.07. an der Hertie School of Governance in Berlin, wo wir gemeinsam mit euch und viele Multiplikatoren Ideen und Konzepte für eine vorwärtsgerichtete Politik für die europäische Jugend aufzeigen wollen. Hier könnt ihr euch anmelden.

Silvia BehrensDie Jugend wählt pro-europäisch!

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