#EuropaMachen nach der Europawahl

Eine Einladung zu pro-europäischem Engagement über die Europawahl hinaus

Im Oktober 2018 startete die Kampagne #EuropaMachen. Mittels Online-Angeboten und zahlreichen Veranstaltungen riefen zwei der größten pro-europäischen Vereine in Deutschland zur Europawahl 2019 auf.  „Europa Machen“ – das stand dabei für informieren, fordern, mobilisieren. Wie gestaltet sich nun der Rückblick auf bis dato größte Europawahlkampagne der JEF Deutschland und der Europa-Union Deutschland?

Was als vage Idee 2017 begann, reifte im Laufes des Jahres 2018 mithilfe von vielen Menschen zu einem konkreten Projekt mit konkreten politischen Forderungen und Veranstaltungsformaten heran.  Jetzt – ca. zwei Monate nach der Europawahl – ziehen wir Bilanz und möchten uns für die erhaltene Unterstützung bedanken.

Die Wahlbeteiligung in Deutschland mit 61,4% hat uns gezeigt, dass die gemeinsamen Bemühungen von Organisationen, Unternehmen und Einzelpersonen Großes bewirkt haben. Selten zuvor war die gesellschaftliche Mobilisation zu einer Europawahl so hoch, das Thema Europäische Union so (positiv) präsent in Medien, und Presse, und sogar auf den Werbebannern vieler namhafter Unternehmen zu sehen.

Hinter der Kampagne „Europa Machen“ stecken die überparteilichen und pro-europäischen Vereine Junge Europäische Föderalisten Deutschland e.V. und die Europa-Union Deutschland e.V. Die JEF, die in diesem Jahr 70. Jubiläum feiert, engagiert sich für ein friedliches und demokratisches Europa und führt schon lange Bildungsprojekte mit jungen Menschen durch. Heute hat die JEF 4.000 Mitglieder in Deutschland, in Europa mehr als 30.000. Die Europa-Union Deutschland (EUD) wurde 1946 gegründet und zählt heute über 17.000 Mitglieder und ist der sogenannte Erwachsenenverband der JEF.

Die Kampagne #EuropaMachen wollte zur Europawahl aufrufen, aber gleichzeitig auch politische Diskussionen anstoßen. Die politischen Forderungen, die in einem demokratischen Prozess der JEF und der EUD beschlossen worden waren, sollten Grundlage bieten zur Auseinandersetzung mit der EU. Obwohl wir als Verbände zu unseren Forderungen stehen, war #EuropaMachen bewusst offen gestaltet: denn Europa machen heißt eigenständig Meinungen zu entwickeln und persönlich politische Entscheidungen – zum Beispiel eben die Wahlentscheidung – zu treffen. Dabei war uns die Überparteilichkeit stets wichtig, ebenso wie das Kriterium pro-europäische und demokratische Parteien in der Debatte zu beteiligen.

Was uns bei der Europawahl 2019 besonders Hoffnung gegeben hat, ist der starke Zusammenhalt unterschiedlichster Organisationen. Trotz unterschiedlicher politischer und thematischer Ausrichtungen war die gegenseitige Unterstützung groß. Das Team von #EuropaMachen bedankt sich in diesem Zusammenhang besonders bei der Europäischen Bewegung Deutschland e.V., dem Deutschen Bundesjugendring, dem Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement, der nebenan.de Stiftung, Polis180, der Stiftung Mercator und vielen mehr.

Was uns bei der Europawahl 2019 besonders motiviert hat, ist die hohe Wahlbeteiligung, ganz besonders, dass mehr junge Menschen ihre Stimme für Europa gegeben haben, und das Engagement für die Europawahl eines jeden Einzelnen – egal ob bei der Diskussion mit Freunden, im Fußballverein oder in einer Partei. Und um dieses Engagement aufrecht zu erhalten, möchten wir dazu einladen, sich auch weiterhin zu engagieren.

Bei der JEF und der Europa-Union freuen wir uns über eure Ideen und Unterstützung für die EU weit über die Europawahl hinaus.

#EuropaMachen in Zahlen

Mit der Kampagne wurden…

7 große Veranstaltungen auf Bundesebene – drei Europawahltagungen, das Parlamentarische Europaforum, die „jung und spitze“ Diskussion mit den jungen Spitzenkandidat*innen zur Europawahl, die Challenge Days und die Europawerkstatt – durchgeführt

13 weitere Veranstaltungen, wie z.B. Simulationen des Europäischen Parlamentes, unterstützt

…der #GrenzenlosEuropäisch Bus auf den Weg von Nord nach Süd geschickt, um mit Menschen vor Ort ins Gespräch über die EU zu kommen

…eine Menge Material in mehr als 400 Paketen und mit unter anderem insgesamt 40.000 Bierdeckeln verschickt,

Zusätzlich fanden über 150 Veranstaltungen auf Landes- und Kreisebene der JEF im gesamten Bundesgebiet statt, die sich mit der Europawahl beschäftigen und ein breites Angebot an Informationen rund um die EU und die Wahl lieferten.

Förderhinweis

Das Projekt „Europa Machen“ wurde von der Europäischen Union im Rahmen eines Förderprogramms für Kommunikation des Europäischen Parlaments kofinanziert. Das Europäische Parlament war nicht an der Vorbereitung beteiligt, übernimmt keinerlei Verantwortung für die im Rahmen des Projekts veröffentlichten Informationen oder zum Ausdruck gebrachten Ansichten und ist nicht daran gebunden; für das Projekt haften ausschließlich die Autoren, die interviewten Personen sowie die an der Veröffentlichung des Programms beteiligten Verleger und Sendeanstalten gemäß geltendem Recht. Auch kann das Europäische Parlament nicht für direkte oder indirekte Schäden haftbar gemacht werden, die möglicherweise durch die Durchführung des Projekts entstehen.

Das Projekt „Europa Machen“ wird gefördert aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Zudem erhält „Europa Machen“ Kofinanzierung von der Kreuzberger Kinderstiftung und von der Dachstiftung für individuelles Schenken der GLS Treuhand sowie vom Verein zur Förderung der Europa-Union Deutschland e.V. und von der Koordinierungsstelle Tolerantes Brandenburg.

Mitinitiatorin und Unterstützerin ist die Europa-Union Deutschland e.V.

Silvia Behrens#EuropaMachen nach der Europawahl

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