Nach der Wahl ist vor der Wahl? – #EWS2019

Vom 5. bis 7. Juli fand die Europawerkstatt der Jungen Europäischen Föderalist*innen Deutschland (JEF) in der Hertie School of Governance in Berlin statt. Jedes Jahr bringt diese Veranstaltung junge engagierte Menschen aus verschiedenen Bereichen von Politik und Zivilgesellschaft zusammen, um gemeinsam an europapolitischen Projekten und Visionen zu arbeiten – in diesem Jahr rund um das Thema „Europa machen nach der Wahl”. Die Europawerkstatt bildete zugleich den Abschluss der bundesweiten Kampagne #EuropaMachen

Bargespräch mit Jürgen Trittin

Den Auftakt am Freitagabend machte Jürgen Trittin MdB (Bündnis 90/Die Grünen). Das Gespräch drehte sich zum einen um die zurückliegenden Europawahlen. In Bezug auf die Nominierung Ursula von der Leyens anstatt eines Spitzenkandidatens stellte Jürgen Trittin fest: “Das Europaparlament war nicht auf die neuen Mehrheitsverhältnisse vorbereitet. In diese Lücke ist der EuCo beinhart reingegangen.” Zum anderen gab es das Schwerpunktthema Jugend in der Politik und die Einflussmöglichkeiten, die junge Menschen auf die Politik haben können. Angesichts von #FridaysForFuture, Rezo oder der Proteste gegen das EU-Urheberrecht sei klar, so die einhellige Meinung, dass junge Menschen von Entscheidungsträgern gehört werden wollen – und müssen. 

„Unconference“ – Jeder bringt jedem etwas bei

Das Format der Europawerkstatt ist eine „Unconference“. Das bedeutet, dass aus den Reihen der Teilnehmenden Beiträge, Visionen und Projekte zu europapolitischen Themen vorgestellt werden. Insgesamt 12 Sessions haben Teilnehmende bei der diesjährigen Europawerkstatt angeboten. Die Themen reichten von „Europa sichtbarer machen“, über „Körpersprache bei Präsentationen“ bis hin zu „Spitzenkandidat*innen“ und „Föderalismus“. 

Am Ende der Veranstaltung konnten fünf konkrete Projektideen ausgearbeitet und vorgestellt werden: 

  • Vertiefung und Diversifizierung von Schulworkshops
  • Female Empowerment: Stärkung von Frauen in zivilgesellschaftlichen Organisationen und auf politischer Ebene
  • eine EU-App, die mehr kann als nur informieren: das interaktive Spiel soll politische Bildung mit Spaß verbinden und Usern europaweite Vernetzung ermöglichen
  • Webinar-Reihe zur (digitalen) Kommunikation von europapolitischen Verbänden und Organisationen
  • Erarbeitung einer Übersicht über den aktuellen Stand von Wahlrechtsreformen in der EU

Europäer*innen vernetzen

Rundum war die Europawerkstatt ein sehr gelungenes Wochenende mit großartiger Stimmung. Von intensiven Diskussionen, über lockeren Ideenaustausch, bis hin zu Energie bringenden „Boomerangs“ am Morgen war alles mit dabei. Die Teilnehmer*innen hatten die Chance, sich organisationsübergreifend zu vernetzten und Visionen in konkrete Projekte umzuwandeln.

Vielen Dank an die Hertie School of Governance, das Europäische Parlament, das BMFSFJ und die Europa-Union Deutschland, die die Europawerkstatt 2019 ermöglicht haben.

Impressionen der Europawerkstatt 2019 können unter dem Hashtag #EWS2019 auf unseren sozialen Medien nachverfolgt werden.

Silvia BehrensNach der Wahl ist vor der Wahl? – #EWS2019

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